Momčilo Nastasijević
1894 - 1938

Momčilo Nastasijević

Literarische Epoche: Moderne

Momčilo Nastasijević gilt als eine der originellsten Stimmen der serbischen Moderne. Seine Lyrik ist geprägt von sprachlicher Verdichtung, innerer Musikalität und symbolischer Tiefe.

Über den Autor

Momčilo Nastasijević (1894–1938) gehört zur Generation der serbischen Schriftsteller zwischen den beiden Weltkriegen. Er trat in den 1920er Jahren literarisch hervor und ist vor allem als Lyriker bekannt, obwohl er auch Erzählungen, Dramen und Essays verfasste.

Er studierte französische Sprache und Literatur in Belgrad und arbeitete anschließend als Gymnasiallehrer. Er entstammte einer künstlerischen Familie – sein Bruder Svetomir war Komponist, sein Bruder Živorad Maler. Diese Nähe zur Musik und zu anderen Künsten spiegelt sich auch in seinem Verständnis von Dichtung wider.

In seinen poetologischen Auffassungen stand er unter dem Einfluss des europäischen Symbolismus, insbesondere in der Betonung der Musikalität des Verses und der Mehrschichtigkeit der Bedeutung. Dennoch entwickelte er eine eigenständige Poetik. Er vertrat die Auffassung, dass jede Sprache über eine „mütterliche Melodie“ verfüge – einen inneren Rhythmus und eine klangliche Struktur, die der Dichter freilegen müsse.

Sein bedeutendster Gedichtband, Pet lirskih krugova (1932), bildet das Zentrum seines lyrischen Werks. Sein Stil zeichnet sich durch Verdichtung, archaische und dialektale Elemente, symbolische Ausdrucksweise sowie metaphysische Themen aus.

Zu Lebzeiten fand er keine breite Rezeption, was unter anderem auf die Komplexität und Hermetik seiner Sprache zurückzuführen ist. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde seine Bedeutung jedoch umfassend anerkannt. Heute gilt er als einer der originellsten Dichter der serbischen Literatur zwischen den beiden Weltkriegen.

Die Werke

Literarische Werke und Sammlungen

Gedichte

Lyrische Werke und poetische Ausdrucksformen

Die emotionale und künstlerische Dimension des Autors durch Verse und Reime.