Zueignung Den Manen des Vaters Serbiens

Den Prolog des Bergkranz, bekannt als „Widmung an die Asche des Vaters Serbiens", widmete Njegoš Karađorđe Petrović – dem Anführer des Ersten Serbischen Aufstands und dem Symbol des ersten organisierten Widerstands des serbischen Volkes nach Jahrhunderten osmanischer Herrschaft. In ihm sah er nicht nur einen Helden seiner Zeit, sondern einen Mann, der trotz seiner Herkunft aus einem kleinen Volk durch Charakterstärke und Furchtlosigkeit den größten Heerführern seiner Epoche ebenbürtig war.
Posveta
Posvetna pesma nije samo izraz poštovanja koje je Njegoš ukazivao ličnosti Karađorđa, prvog oslobodioca Srbije. Posredno se time uspostavlja i uža istorijska povezanost između vremena vladike Danila i Karađorđevog vremena: „istraga poturica“ pod Danilom, kao središnja tema Gorskog vijenca, za pesnika je značila početak borbe Južnih Slovena protiv turske tuđinske vlasti. Karađorđe je svojim ustankom protiv Turaka 1804 nastavio delo oslobođenja koje je u Crnoj Gori započeto pod Danilom.
Petrović Njegoš, Petar II. Der Bergkranz. Einleitung, Übersetzung und Kommentar von A. Schmaus. München: Verlag Otto Sagner; Belgrad: Prosveta Verlag. 1963
Deutsch
Zueignung Den Manen des Vaters Serbiens
Посвета Праху Оца Србије
Der Umstand, daß Njegoš in der „Zueignung“ dreißig Verse unausgefüllt ließ und sie nur durch Punkte bezeichnete, hat zu verschiedenen Erklärungs-, ja sogar Ergänzungsversuchen Anlaß gegeben. Man dachte u. a. an einen Eingriff der Zensur, aber diese Vermutung wird hinfällig auf Grund der Tatsache, daß die erhaltene und mit dem Zensurvermerk versehene Abschrift (von der Hand seines Sekretärs) die gleiche Textgestalt zeigt wie die Erstausgabe, deren Druck in Wien von dem Dichter selbst sorgfältig überwacht wurde. Unwahrscheinlich ist auch der andere Erklärungsversuch, wonach sich die ursprünglich vorhandenen Verse auf den Fürsten Miloš, der den Auftrag zur Ermordung Karadjordjes gegeben hatte, bezogen hätten, aber nach der Aussöhnung mit dem Fürsten gestrichen worden seien. Die meisten Gründe sprechen dafür, daß die „Zueignung“ von Anfang an die Gestalt erhielt, in der sie uns in der Erstausgabe entgegentritt. Das schließt natürlich nicht aus, daß die „Pausen“, die an ganz bestimmten Stellen gesetzt sind, nach der Absicht des Dichters zu historischen Assoziationen und Analogieschlüssen anregen sollten, wenn auch das endgültige Urteil der Zukunft, den künftigen „Geschlechtern“, vorbehalten wird (V. 25).
